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Wissenswertes - Kosmetika-Arten

Grundsätzlich können Kosmetika in 4 Arten eingeteilt werden.
Alle kosmetischen Mittel, die auf dem deutschen Markt sind, müssen dem Gesetz entsprechen (Kosmetikverordnung) und daher dermatologisch geprüft und frei von toxischen Stoffen sein.
Wird dies in der Werbung erwähnt, wird mit Selbstverständlichem geworben.

Auch negativ bewertete Produkte (z.B. Öko-Test, Code-Check)  unterliegen der Kosmetik-Verordnung und sind somit rein rechtlich zugelassen.
Es wäre wünschenswert, dass Nahrungsmittel genau so kritisch bewertet würden wie Kosmetika.
Trotzdem ist nicht abzustreiten, dass in vielen Cremes Bestandteile enthalten sind, die eher für das Aussehen, den Geruch und für die Konsistenz der Cremes wichtig sind als für die positive Wirkung auf der Haut.

  •  „Normale Kosmetik“ gibt es frei zu kaufen in Drogerien, Reformhäusern, Parfümerien, Apotheken und Kosmetik-Instituten.
    Sie enthalten i.d.R. eine Mischung aus Fetten und Wasser, pflanzlichen und synthetischen Wirkstoffen, Effektstoffen, Parfum, Emulgatoren, synthetischen Antioxidantien und Konservierungsstoffen.
    Die Pflegeprodukte sind schön verpackt, sehen gut aus und duften gut. Normale Kosmetik wird i.d.R. gut vertragen, wenn keine Überempfindlichkeiten  oder Allergien bestehen.
    Diese Kosmetika-Art vertreibe ich aufgrund zu geringen Nutzens und zu großer Nebenwirkungen nicht mehr.
    Mehr Info dazu finden Sie hier.
     

  •  Naturkosmetik (meist Phytokosmetik = Wirkstoffe aus Pflanzen) dient der Verschönerung und Pflege des menschlichen Körpers mittels Wirkstoffen aus der Natur.
    Zum Einsatz kommen haut- und umweltfreundliche, gesund erhaltende natürliche  Rohstoffe.
    Diese Rohstoffe können pflanzlichen, tierischen oder mineralischen Ursprungs sowie deren Gemische und Reaktionsprodukte untereinander sein.
    Für die Herstellung sind nur bestimmte Verfahren zulässig. Die Naturstoffe enthalten keine synthetisch hergestellten Stoffe (Konservierungsmittel, Emulgatoren und Antioxidantien).
    Es darf jedoch nicht vergessen werden, dass die Natur der Hersteller der stärksten Gifte ist (Atropin, Nicotin, Coffein, Curare, Strychnin, Digitoxin, Botulinumtoxin).
    Auch ist die Natur Lieferant der allgemein bekannten Allergene. Unverträglichkeiten auf z.B. Kamille, Ringelblume und Arnika in kosmetischen Stoffen sind häufig vorkommend.
    Bekannt sind auch Allergien auf Aloe barbadensis und Jojobaöl !!  Auch auf pflanzliche Konservierungsstoffe kann reagiert werden. Häufig wird Alkohol zur Konservierung eingesetzt.
    Allergiker sollten vorsichtig im Umgang mit Naturkosmetik sein.
    Auch die trockene Haut und die zu Unreinheiten neigende Haut kann u.U. ausschließlich mit Naturkosmetik nicht umfassend gepflegt werden.
    Pflanzliche Wirkstoffe sind in fast allen Kosmetika enthalten.
    Meine Marken: Pure Elements - Chi


    Das Geschäft mit der Natur

    Aussagen die "mit den besten Wirkstoffen aus der Natur" werbem, meinen genau das "mit".
    Es kann sich hierbei um wenige Prozente des Gesamtinhalts handeln. Diese Aussage besagt keineswegs, dass "nur" Natur enthalten ist.
    Halbherzig recherchierte "Fachbücher" können diesbezüglich falsche Empfehlungen abgeben
    !!
    Wir dürfen auch nicht vergessen, dass unsere Haut das Endprodukt eines tierischen Stoffwechsels ist.
    Pflanzliche Produkte sind somit, was das Ersatzmaterial zum Ausgleich und "Reparatur" der Haut betrifft, nur bedingt geeignet.
     

  • Physiologische Kosmetik ist der Haut nachempfundene bzw. ähnlich aufgebaute Kosmetik.
    Da die Haut ein Stoffwechsel-Endprodukt eines tierischen (menschlichen) Organismus ist, sollte sie auch in diesem Sinne gepflegt werden um ein Defizit auszugleichen.
    Physiologische Kosmetik ist nicht mit der Naturkosmetik zu verwechseln, diese kann jedoch Bestandteil der physiologischen Kosmetik sein.
    In physiologischen Kosmetika können auch biotechnisch hergestellte Substanzen (wie z.B. Hyaluronsäure und Aminosäuren; Hyaluronsäure ist Bestandteil der Lederhaut, aus Aminosäuren sind Bausteine der Hornschuppen) eingesetzt werden. 
    Auch tierische Extrakte sind denkbar (z.B. Kollagen; Kollagen ist ein wichtiger Bestandteil der Lederhaut.
    Ausschlaggebend für die Rezeptur einer Pflegecreme ist die Chemie der Haut und ihres Säureschutzmantels.
    Physiologische Kosmetik soll frei von chemisch hergestellten Antioxidantien, Konservierungsstoffen, Emulgatoren, Mineralölen, und Parfum sein. Somit ist diese Art für jede Haut gut verträglich und muss daher auch zur Pflege von allergischer Haut, Schuppenflechte und Neurodermitis geeignet sein.
    Meine Firmen: Koko/ Dermaviduals, Dr. Baumann
     

  • Die neue Generation und das Geschäft mit den Cosmeceuticals
    (ergibt sich aus den Wörtern Cosmeticum und Pharmaceutical)
    Cosmeceuticals sind, glaubt man den Firmenaussagen, Produkte, die hoch dosierte Wirkstoffe enthalten.
    Jedoch ist hier zu bedenken, dass die Dosierung das "Gift" bzw. die Wirkung ausmacht. Nicht immer bedeutet "hoch dosiert" auch "physiologisch sinnvoll".
    Der neue Trend der Neurokosmetik verfolgt die Wirkung der Stoffe auf die Nervenenden der Epidermis.
    In Liposomen oder Nanopartikel verpackte Vitamine zählen, aufgrund der möglichen tiefen Penetration, zu den Cosmeceuticals.
    Zu den neueren Wirkstoffen (in Neurokosmetika) gehören auch Aminosäuren, Peptide und Peptid-Kombinationen wie Argireline
    ®.
    Jeder Stoff der wirkt, kann auch Nebenwirkungen hervorrufen. Aus diesem Grund werden Cosmeceuticals nicht frei verkauft.
    Die Anwendung muss erklärt werden, über Nebenwirkungen muss informiert werden. Cosmeceuticals werden zur Vorbeugung und zur Verbesserung des Hautzustandes eingesetzt, wie z.B.  bei unreiner Haut mit Unterlagerungen, vorzeitig gealterter Haut und bei übermäßiger Faltenbildung.
    Meine Marken: Reviderm, Cellucur, Koko/Dermaviduals, Dr. Baumann