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Wissenswertes - Unsere Haut
Die Haut ist der
Spiegel der Seele
In unserer gepflegten Hülle fühlen wir uns wohl und das macht sich auch in der Reaktion unserer Mitmenschen bemerkbar. Da die Funktionen der Haut von Alter, Stress, Gesundheit, Jahreszeit, persönlichem Umfeld, Hormonspiegel und Geschlecht abhängig sind, kann sie sich recht unterschiedlich zeigen.
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Fette der Epidermis in % |
Hautoberfläche |
Hornhaut |
Talg |
Zellmörtel |
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Triglyceride |
30 - 40 |
14 |
40 - 60 |
25 |
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Wachse |
20 - 25 |
0 |
25 |
0 |
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Squalen |
5 – 12 |
7 |
12 |
11 |
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Cholesterin |
4 - 5 |
23 |
1 – 2 |
14 |
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Cholesterinester |
2 |
0 |
||
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Diglyceride |
2 - 3 |
5 |
2 |
0 |
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Freie Fettsäuren |
20 - 30 |
20 |
16 |
20 |
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Ceramide |
1 |
28 |
0 |
18 |
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Zusammensetzung des Schweißes |
% |
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Wasser |
99,02 |
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Kochsalz |
0,7 |
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Milchsäure |
0,1 |
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Zitronensäure |
0,04 |
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Ascorbinsäure |
0,04 |
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Essigsäure |
0,0096 |
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Propionsäure |
0,0062 |
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Capryl-/Capronsäure |
0,0046 |
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Harnstoff und Harnsäure |
In Spuren |
NMF =
Natural Moisturising Factor; moisture, moistness (engl.)
= Feuchtigkeit
Der natürliche Feuchthaltefaktor besteht aus einer Gruppe von Stoffen, die
Wasser (Feuchtigkeit) in der Hornschicht speichern können.
Dazu zählen:
- freie Carbonsäuren (Pyrrolidoncarbonsäure, Asparaginsäure)
- Proteine, Peptide und Glycoproteine
- Aminosäuren (Alanin, Arginin, Citrullin, Glycin, Histidin, Leucin, Lysin,
Serin, Thyreonin),
- Harnstoff und Urocainsäure
- Milchsäuresalz (Lactat)
- Salze (Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium, Ammoniak)
- zu den NMF werden auch Vitamin E und Glycerin (gering dosiert) gezählt
In den Hornzellen (Corneozyten)
der oberen Hornschicht (Stratum corneum) wird Keratin produziert.
Dieser besteht aus schwefelhaltigen Eiweißkörpern, die für die
Widerstandsfähigkeit der Hornschicht stehen. Die Eiweiße enthalten ca. 18
verschiedene Aminosäuren.
Keratin kann bis zu 20 % Wasser binden. Sinkt der Wassergehalt auf 10 % ab, trocknet die Hornschicht aus. Sie wird stumpf und trocken.
Die oberen
Hautschichten sind wie eine Mauer aufgebaut. Die Hornzellen stellen die Steine
dar, die Zwischenzellsubstand den Mörtel.
Durch diese Mauer laufen in größeren Abständen "Rohre" die Talg nach außen
transportieren. Innerhalb und auf der Mauer sind Sensoren angebracht, die Wärme,
Kälte, Trockenheit und vor allem "gefährliche" Stoffe nach innen melden.
Wenn der Mörtel der Mauer durchgehend aufgefüllt ist, ist die Mauer stabil - d.h. die Haut ist gesund. Wenn der Mörtel fehlerhaft oder sogar löchrig ist, kann Wasser von innen nach außen und umgedreht "gefährliche" Stoffe von außen nach innen gelangen. Emulgator haltige Cremes und starke Tenside fördern den Zerfall der Mauer, da diese bei jedem Kontakt mit dem Waschen Teile des Mörtels auswaschen.
Konservierungs- Farb- und Duftstoffe können dann von der Haut als potentiell "gefährlich" erkannt werden. Trockene Haut, Rötungen, "Pickel" und Brennen können eine Folge davon sein – die Haut wird empfindlich.
Eine mögliche Schutzreaktion der Haut, wenn sie dazu im Stande ist, ist eine übermäßigen Talgproduktion (auch an vergrößerten Poren zu erkennen). Der Talg soll sich auf die Haut legen um diese zu schützen. Die Haut glänzt matt, die Poren sind vergrößert. Der Säureschutzmantel kann sich durch den hohen Fettanteil nicht mehr richtig ausbilden.
In der Lederhaut
halten kollagene und elastische Fasern die Haut zusammen.
Diese Fasern können nicht "gepflegt" werden. Sie müssen jedoch vor UV-Licht
geschützt werden, damit die Zerstörung der Fasern möglich lange aufgehalten
wird. Wird dies nicht beachtet, "verfilzen" diese Fasern, die Haut verliert ihre
Elastizität. Eine zwar gebräunte, aber mit tiefe Falten versehene Haut
(Seemannshaut) ist die Folge.
Die Bestandteile
eines Pflegeproduktes erreichen den durchbluteten Teil der Haut in der Regel
nicht.
In der Medizin macht man sich jedoch die Penetration von Wirkstoffen bis in die
Lederhaut zu Nutze.
Es ist daher nicht ausgeschlossen, dass auch kosmetische Wirkstoffe die Oberhaut
durchdringen können.
Kosmetisch behandelt kann dieser Teil nur indirekt. Hochkonzentriertes Vitamin C fördert die Kollagenproduktion, Ultraschall- und Reizstrombehandlungen aktiviert diese Schicht. Die kontrollierte Microdermabrasion reizt die Haut zu neuer Aktivität.
Das Unterhautfettgewebe schützt den Körper vor Druck und wirkt
als Speicher.
Vermehrtes Unterhautfettgewebe kann im "Problemzonenbereich" kosmetisch
behandelt werden.
Cellulite der Oberschenkel und vermehrtes Gewebe im Hüftbereich kann mit Hilfe von Ultraschall, Massagen und Wärmeanwendungen vermindert werden. Parallel dazu muss die Ernährung und Bewegung optimiert werden. Mehr Infos dazu in der Praxis.