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Wissenswertes - Gesichtspflege 

 

Grundlegendes

Voraussetzung für eine gesunde Haut sind:

- genügend Schlaf

- genügend Flüssigkeitszufuhr (2 - 3 Liter Wasser pro Tag, Kaffee, Tee und alkoholische Getränke werden nicht mitgerechnet),

gesundes Essen und der

Verzicht auf Genussmittel wie Rauchen (!) und zu viel Kaffee. 

Der größte Feind der Haut ist die Sonne. Die Haut regiert auf UV-Strahlung mit einer verdickten Hornschicht. Die in der Lederhaut liegenden Kollagenfasern werden degeneriert (ähnlich dem Verfilzen von Wolle) und verlieren dadurch ihre Fähigkeit Wasser zu binden. Tiefe Mimikfalten entstehen, die Haut wird innen und außen trocken und hart.

 

Die Pflegephasen 

Grundlegende  Maßnahmen in Sachen Gesichtspflege beschreibt Phase 1.  

Wie die Haut gesund erhalten wird, zeigt die Phase 2.  

Phase 3 enthält Pflegemöglichkeiten und Behandlungen mit Wirkstoffen, die Hautfunktionen positiv beeinflussen und Wohlbefinden hervorrufen.

 

Phase 1 - Standardpflege

Reinigen  

Mit einer Reinigungsmilch (auch als Gel, Sahne, Schaum) werden fettlösliche Verunreinigungen, die sich im Laufe des Tages mit dem Körpertalg verbinden, hautschonend abgelöst. Wasserlösliche Verunreinigungen werden mit Leitungswasser entfernt.

Gesichtsreinigungsprodukte sind für alle Hautbedürfnisse abgestimmt. Eine qualitativ gute Reinigung pflegt bereits bei diesem Schritt, denn die Haut kann nicht zwischen Reinigungsmittel und Pflegemittel unterscheiden. Sie nimmt alle Stoffe auf, die sie braucht, und das können natürlich auch Stoffe aus dem Reinigungsprodukt sein. Deshalb ist es bereits bei der Reinigung wichtig, daß keine aggressiven Tenside die Haut "auswaschen".

Anwendung: Reinigungsprodukt morgens und abends auf die Haut auftragen, sanft einreiben, Hände mit wenig Wasser anfeuchten und noch einmal weiter reiben, dann mit viel Wasser (Kompresse oder Waschhandschuh) abwaschen. 

Augen-Makeup kann mit dem entsprechenden Reiniger entfernt werden. Ein Wattepad mit dem Reiniger tränken, dann Make-up abwischen.

 

Gesichtswasser / Tonic  

Das Gesichtswasser gehört zur Reinigung. Es hat die Aufgabe die Haut auf das Pflegepräparat vorzubereiten, den Kalk des Wassers wegzunehmen und gleichzeitig schon die ersten wasserlöslichen Wirkstoffe auf die Haut aufzubringen. Ein dem Hautbedarf angepasstes Tonic gibt so morgens und abends Wirkstoffe auf die Haut, die - konsequent angewendet - ein verbessertes Hautbild ergeben können. 

Mit einem getränkten Wattepad oder Kosmetiktuch werden die Reste des Reinigungspräparates entfernt, gleichzeitig wird der pH-Wert der Haut (5,5) wieder hergestellt, der zuvor durch das Abwaschen mit Wasser (pH 7) verschoben wurde. Die erste Pflegestufe ist erfolgt. Pflegepräparate können nach dem Tonisieren besser aufgenommen werden. Gute Tonics gibt es für jeden Hautbedarf.

!! Wird ein Pflegepräparat ohne vorhergehende Reinigung aufgetragen, ist die Wirkung vermindert. 

  

Tages- und Nachtpflege 

Für die Tagespflege wird allgemein ein nicht glänzendes, hauptsächlich feuchtigkeitsspendendes Präparat verwendet. Schützende Vitamine und Sonnenschutzstoffe sind sehr empfehlenswert. Auch Wirkstoffe, dem Hautbild entsprechend, sollten passen.

Die notwendige Portion Fett und entsprechende fettlösliche Wirkstoffe werden mit der Nachtcreme aufgetragen.  Die Haut regeneriert sich in der Nacht. Fettlösliche Wirkstoffe können während der Ruhephase wirken. 

Die  für jede Haut passenden Pflegeprodukte können sehr unterschiedlich variiert werden.  

Lassen Sie  sich bei uns beraten. 

  

Phase 2 - gesund- und fit halten

 

Peeling 

Ein Peeling soll je nach Hauttyp 1 bis 4 mal pro Monat erfolgen. Nach einem Peeling ist die Haut von Unebenheiten (Verhornung) befreit und gut durchblutet. Schlackenstoffe werden besser abtransportiert. Bei konsequenter Anwendung können Unterlagerunge, wie Milien (Grieskörner) verschwinden.
Der Haut angepasste Wirkstoffe in Pflegepräparaten können jetzt besser in die Haut eindringen.

Großporige, dicke Haut, oft fettige Haut: wöchentliches Cremepeeling (mit Körnchen) oder Enzympeeling. 

Empfindliche dünne, oft trockene Haut: 1 bis 2 x monatlich  schonendes Peeling (z.B. Enzympeeling). 

Der Verhornungsgrad kann mit den Händen ertastet werden. 


Wirkstoffkonzentrat  

Zu den Wirkstoffkonzentraten gehören Ampullen,  Kapseln und Masken/Packungen.  

Wirkstoffe sind Vitamine, Feuchtigkeitsfaktoren und ungesättigte Fette. Die Haltbarkeit der Wirkstoffe kann, in Ampullen oder Kapseln verpackt, verlängert werden. Masken und Packungen sind für alle Hauttypen und verschiedene Anwendungen erhältlich. Wirkstoffe können mittels Transportvesikeln, wie Liposome und Nanopartikel in tiefere Hautschichten geschleust werde. Das Material der Transportvesikel besteht aus fettähnlichen Stoffen, die die Barriereschicht festigen. 

Beispiele: Reinigung, Belebung, Beruhigung, Aknebehandlung und Durchblutung. Das Aufbringen eines Wirkstoffkonzentrates ist nach einem Peeling zu empfehlen. 

!! Eine Wirkstoffmaske während des Aufenthaltes im feuchtwarmen Medium (Badewanne, Sauna) hat nur eine geringe Wirkung. Die Haut schwitzt und gibt Wärme ab,  Wirkstoffe können nicht in die Haut eindringen. 

  

Augen – Hals – Decolleté

Trockene Augenpartien und eine glänzende Nase-Stirn-Kinn-Partie (T-Zone) kennen Sie vielleicht. Die Dicke der Haut spielt dabei auch eine Rolle. Während die Haut von Augenlider, Nase und Lippen sehr dünn ist, ist die Beschaffenheit der Wangen, an Hals und Decolleté dicker. Spezielle Produkte, die diese Gegebenheiten angepasst sind, sowie  praktische Feuchtigkeits- und Pflegestifte für die Handtasche sind erhältlich.  

Vorsicht bei Augenpflege
Spreitende (kriechende) Fette (sorgen für eine gute Verteilbarkeit der Creme). Bei der Augenpflege ist dies jedoch kontraproduktiv, da diese Pflege in die Augen kriecht und somit einen Fettfilm auf die Augen legt. Deshalb sollte in Augencremes kein Isopropylmyristat, kein ätherisches Öl und auch kein hoher Alkoholgehalt zu finden sein.

 

Vliese, Modellagen 

Vliese werden während einer Kosmetikbehandlung anstatt Masken aufgelegt. Das feuchte Vlies quillt die Haut auf, wodurch die im Vlies enthaltenen Wirkstoffe  besser in die Haut einwandern können. Vliesmasken wirken im Sommer sehr erfrischend.  

Modellagen wie Gipsmodellagen (Kaltmodellage) und Thermomodellagen (Warmmodellage) grenzen die Haut nach außen ab. Die Modellage ist weder für Feuchtigkeit noch für Wärme durchlässig. Wirkstoffkonzentrate, die vor der Modellage auf die Haut aufgebracht werden, dringen durch diesen Abschluss besser in die Haut ein. Die entstehende Wärme während einer Thermomodellage sorgt für eine erhöhte Durchblutung und damit auch für eine bessere Wirkstoffaufnahme. 

Absolut entspannend wirkt eine Modellage, wenn Mund und Augen mitmodelliert werden. Ein „Abtauchen ins Innere“ und absolute Entspannung können eintreten. Thermomodellagen sind bevorzugt im Winter ein Genuss. 

 

Phase 3 - das  Anti-Aging-Programm

Übrigens - Anti-Aging sollte im Alter um 20 beginnen, denn ab dann altert die Haut.
Ab 30 sind bereits die ersten Spuren der Alterung bemerkbar. Kleine Fältchen haben sich bereits gebildet etc. Anti-Aging fängt also mit der täglichen "Normal-Pflege" an und führt im Idealfall bis hierher, zur Phase 3.
 

Die Haut reizen:

Je älter wir werden, desto langsamer arbeitet unser Stoffwechsel.

Die zeigt sich am deutlichsten in der Mikroversorgung, also in den Kapillaren. Unsere gesamte Haut wird vom Kapillarsystem versorgt. Um die Haut in Schwung zu halten, muss sie gereizt werden, d.h. die Mikroversorgung muss intensiviert werden.

Dies ist, je nach Hautbild, auf mehrere Arten machbar:

  •  Fruchtsäure-Peelings werden bei Akne, großporiger Haut, stark verhornter Haut und bei zur Behandlung von Fältchen und Falten eingesetzt. 

  •  Microdermabrasion (Sandstrahl-Technik mit Über- und Unterdruck), eine ideale Paarung ergibt die Kombination mit Fruchtsäure-Anwendungen. Mehr dazu unter Technik-Microdermabrasion

  •  Ultraschall (Erdbeben auf Zellebene) wird bei erschlaffendem Bindegewebe eingesetzt und als Startbehandlung bei Anti-Cellulitekuren. Mehr dazu unter Technik-Ultraschall
    Eine Spezialanwendung der Ultraschalltechnik erfolgt im langwelligen Ultraschallbereich. Hierbei wird die Kaviationstechnik an der Oberfläche der Haut eingesetzt.
    Mehr dazu unter Technik- Kavitation