|
Philosophie
Unsere Leistungen
SlimyonikTM
ShellacTM
H a u t s a c h e n
Angepasste Pflege
Wissenswertes
Gutschein
Beratung
Einkaufen
und
AGB
Über uns
Öffnungszeiten
Downloads
Impressum
Links
Jobs
| |
Wissenswertes -
Die
Basis
Um die Funktionen der Haut zu erhalten, muss rechtzeitig mit der entsprechenden
vorsorgenden Pflege begonnen werden. Bereits im
Alter zwischen 20 und 30 Jahren zeigen sich die ersten Fältchen, eine
entsprechende Pflege ist bereits jetzt angezeigt. Je länger mit dem
Start einer professionellen Hautpflege gewartet wird, desto schwieriger wird es,
die Haut jung zu erhalten.
Da Krankheiten, Stress und Erbgut einen großen Einfluss auf die Haut haben, ist
eine angepasste Pflege wichtig.
Generell ist es wünschenswert,
die eigenen Hautzellen aktiv zu halten, damit diese so lange wie möglich ihre
Aufgabe erfüllen können.
Bedingung dafür ist
eine regelmäßige Versorgung mit Nährstoffen (Durchblutung) und ein
entsprechender Abtransport der Schlackenstoffe (Lymphabfluss).
Um dies zu gewährleisten,
können von außen Wirkstoffe zugeführt werden und die Zellen durch Training
aktiv gehalten werden.
Fett
und Feuchtigkeit
Zu den pflegenden Stoffen gehören die Grundstoffe, die die Haut funktionsfähig
erhalten, wie Wasser und Fett.
Damit die Haut
Feuchtigkeit speichern kann, müssen die Lipidschichten in der Haut geschlossen
sein.
Dies wird mit physiologischen (dem Körper gleichen) Stoffen am Besten
erreicht. Ist genügend "richtiges" Hautfett vorhanden, i
st die Haut
selbst in der Lage Wasser zu speichern. Im Laufe der Lebensjahre verliert die
Haut an Feuchtigkeit,
da sich die Funktionen der Zellen verlangsamen und die
abgestorbenen Zellen langsamer abschuppen. Die Haut wird trockener und rauer.
Extreme
Hautbilder, bezogen auf ihren Fett/Feuchtigkeitsgehalt sind:
Fettarme
Haut
glänzt nicht, mag Fett in allen Varianten, liebt alle
"dicken" Fette. "Mitesser" und "Pickel" kennt sie fast nicht.
Eine mineralfettfreie Pflege zur Unterstütztung der Eigenregeneration ist durchweg
zu empfehlen.
Mineralfette täuschen genügend Fett an der Oberfläche vor, sodass die
Haut ihre eigene Fettproduktion eher einschränkt. Die Folge davon ist eine
immer trockener werdende Haut.
-
Fettende, aber feuchtigkeitsarme Haut
Glänzt schnell, ist oft großporig, hat häufig das Gefühl unter fetten
Cremes zu ersticken.
Damit die eigene Fettproduktion nicht überschießt muss nach der Reinigung
auch der fettenden Haut ihr spezielles Fett zugeführt werden.
Fettende, ölige Haut
Fett wird fast in jeder Form als unangenehm empfunden. Hier sind die
"leichte Fette" richtig.
Mit
zunehmendem Alter wird jede Haut trockener. Trockene Haut braucht dann extrem viel Pflege.
Sie trinkt das Fett förmlich und liebt immer mehr die Hautöle.
Der vormals eher
fetten Haut muss jedoch anderes Fett zugeführt werden als der permanent
trockenen Haut.
Wie
kann es sein, dass die Haut fett und trocken ist?
Das
Fett der Hautoberfläche stammt aus zwei unterschiedlichen Quellen.
-
Talgdrüsenfett
(Triglyceride, Wachse, freie Fettsäuren, Squalen und Cholesterin)
-
Zellmörtel
(Ceramide, Cholesterin, Fettsäuren, Triglyceride)
Stellen
Sie Sich den Aufbau der Haut wie eine Mauer vor. Die Zellen sind die Steine und
der Zwischenraum wird von Mörtel ausgefüllt.
Fehlt in dieser
"Zellmauer" der Mörtel, kann Feuchtigkeit ungehindert durch die Mauer
dringen.
Das auf der Haut verteilte Fett aus den Talgdrüsen kann nicht in
diese Mauer eindringen um als Mörtel zu dienen.
Es ist ratsam, den Haut "Mörtel" zu geben. Dies wird in der Regel
durch feuchtigkeitsspendende Liposomen und einer hautähnlichen
Fettmischung erreicht, da dieses Material dem
"Zellmörtel" am nächsten kommt.
Fette
Die oberflächlichen Hautfette haben die Aufgabe, die Haut u. a. vor Austrocknung
zu schützen. Fehlen diese Fette, wird die Haut trocken. Es müssen
sowohl Fette, als auch Feuchtigkeit zugeführt werden. Es werden drei Gruppen
von Fetten unterschieden:
Silikonöle werden in modernen Kosmetika und
bei Traditionsfirmen gerne verwendet. Diese können jedoch, ähnlich wie
Mineralöle, auch langfristig gesehen die Haut "in die Irre führen".
Mehr dazu
Mineralfette
liegen als schützender Film auf der Haut und werden nicht eingebunden. Sie
ziehen nicht tief ein und haben nur die Funktion des Schutzes vor
Feuchtigkeitsverlust (Regenmantel-Effekt).
Sie enthalten keine Wirkstoffe und sind
auch deshalb, bezüglich Allergien, sehr gut verträglich.
Bei reifer und
gealterter Haut kann dieser Schutz sehr wünschenswert sein. Die Mineralfette
übernehmen die Funktion der passiven Hydratisierung, das als sehr angenehm
empfunden wird.
Weiterhin ist in diesem Fall die Schutzwirkung sehr willkommen.
Produkte, die kurzkettige Mineralöle enthalten
können jedoch "kriechen" (spreiten). Sie lassen sich sehr gut verteilen und werden als
"weich" empfunden. Es kann sich jedoch auch ein "Schleier" bilden, der sich über
die Augen legt.
Mineralfette
können nicht das hauteigene Fett ersetzen. Ist in einer zu viel Pflege Mineralöl
enthalten, empfängt die Haut das Signal "genug Fett vorhanden" und
senkt so die eigene Fettproduktion. Als Folge davon kann die Haut noch
fettärmer werden. Als Dauerpflege für funktionsfähige Haut sind diese Fette
nicht zu empfehlen.
Deklariert
werden diese Mineralfette als:
- Mineral Oil
- Paraffin
- Paraffinum liquidum
- Cera
microcristallina
- Ceresin
- Petrolatum
- Vaseline
- Ozokerit
- Alkane, wie z.B. Isohexadecane
Diese Fette können hauptsächlich in Kältecremes und
schützenden Handcremes
enthalten sein.
Tierische
Fette sind z.B. Wollwachs (als Bestandteil von Lanolin) und Bienenwachs. Diese
Wachse werden gereinigt eingesetzt.
Allergien auf Begleitstoffe dieser Fette sind bekannt.
Squalen ist Bestandteil des Talgdrüsenfettes. Zur
Hautpflege wird es aus Olivenöl (früher aus Walfischöl) gewonnen. Ob Squalan aus
tierischen oder pflanzlichen Quellen stammt ist, rein chemisch gesehen, völlig
bedeutungslos. Positive Wirkungen auf die Haut können von begleitenden Stoffen
ausgehen.
In Hautpflegemitteln wird Squalen jedoch hydriert, d.h. chemisch stark
verändert. Somit verliert es seine aktiven Fähigkeiten und wird zu inaktivem,
erdölähnlichem (komedogenen) Fett.
Industriell wird Squalan, eine hydrierte Form des Squalens,
als Schmiermittel und Transformatorenöl verwendet
(Zitat und Abbildung
Wikipedia).
Pflanzliche
Fette sind auch als Hautvitamin F bekannt. Hierbei handelt es sich um ungesättigte
Fette (Neutralfette oder Triglyceride), die auf die Haut schützende und pflegende Wirkung haben.
Sie ziehen gut
ein und sind gut verträglich. Eine wichtige Fettsäure ist die Linolsäure, die
auch in pharmazeutischen Präparaten verwendet wird.
Fehlen diese
Neutralfette, wird die Haut schuppig, rau, juckt, fahl und trocken.
In Pflegeprodukten für Neurodermitiker sollten sie nach Wasser den größten
Bestandteil eines Pflegeproduktes darstellen.
Fette
werden häufig auch synthetisch hergestellt. Sie dienen als Creme-Grundlagen, in
denen Wirkstoffe gelöst werden.
Da diese Fette gut in die Haut eindringen,
werden darin gelöste Wirkstoffe in die Haut eingeschleust.
Gesättigte pflanzlichen Fette dienen dem Schutz der
trockenen Haut. Diese sind zu finden als viele Formen der Stearate und Palmitate.
Pflanzliche Wachse werden bei trockener und reifer Haut eingesetzt. Diese sind
z.B. Sheabutter und Jojobaöl (wird in der Industrie teilweise als Schmiermittel
(!) benutzt).
Fettende Haut kann auf gesättigte Fett mit erhöhtem Talgfluss, gefolgt von
Papeln und Pusteln ("Pickeln") regieren.
Vorsicht bei Augenpflege
Spreitende (kriechende) Fette (sorgen für eine gute Verteilbarkeit der Creme).
Bei der Augenpflege ist dies jedoch kontraproduktiv, da diese Pflege in die
Augen kriecht und somit einen Fettfilm auf die Augen legt.
Deshalb sollte in
Augencremes kein Isopropylmyristat, kein ätherisches Öl und auch keine
dünnflüssigen Paraffine zu finden sein.
Gute
Pflegestoffe sind physiologisch (dem Bau der Haut nachempfunden)
-
Ceramide
(Sphingolipide) sind Bausteine von Liposomen und Bestandteil des
Zellzements. Somit können Ceramide in Pflegeprodukten die Hautbarriere
stärken.
-
Lecithin
(Phospholipide) sind Bausteine von Liposomen und Bestandteil des
Zellzements. Somit können Ceramide in Pflegeprodukten die Hautbarriere
stärken.
-
Squalane
werden aus Oliven gewonnen und sind einem Fett der Haut (Squalen) ähnlich.
Diese Fette sind wertvoll bei trockener und reifer Haut und zur Pflege der
Neurodermitis.
Fettende und zu Unreinheiten neigende Haut kann damit problematischer
werden.
Liposome und Co.

Liposome sind winzig kleine (Ø 50 - 500 nm) Kugeln,
deren Hüllen aus einer Doppelschicht des Hautemulgators Lecithin,
Ceramiden oder
anderen fettähnlichen Molekülen aufgebaut sind. Im ihrem inneren können Wasser
und wasserlösliche Stoffe
- z.B. Vitamin C, Traubenkernextrakt, Aminosäuren,
allgemein NMF, etc - enthalten sein.
Da sich diese physiologischen Fette in der Haut
auflösen können die enthaltenen Stoffe in tiefere Hautschichten hineingetragen
werden und dort als Feuchtigkeitsspeicher dienen.
Der Stoff aus dem Liposome gebaut sind kann sich
mit dem Zellzement verbinden und somit die hauteigene Barriereschicht stärken.
Nanopartikel sind die Verwandten der Liposomen.
Ihre
Hülle besteht aus einer einfachen Schicht. Im Inneren sind Öle und öllösliche
Stoffe, wie z.B. Vitamin A, E, Nachtkerzenöl,
Leinöl, Boswellia (Weihrauch), Coenzym Q 10 etc.
enthalten sein. Somit können auch diese in tiefere Hautschichten hineingetragen
werden.
Wichtig sind diese Stoffe bei Barrierestörungen
(trockene, empfindliche, schuppige, zur Rötungen neigende Haut) und bei Neigung
zu Akne.
Durch die Auswahl der entsprechenden Stoffe kann das Hautdefizit
gemindert werden.
Beí fettender Haut mit Komedonen (Mitesser) wurde
beobachtet, dass wenn Liposomen und Nanopartikel über einen mehrwöchigen Zeitraum
angewendet,
die Anzahl der Komedonen zurückging und entzündliche Prozesse
("Pickel") stark gemindert wurden.
Diese Stabilisierung leisten die
ungesättigten Fettanteile (Linolsäure) der Liposomen.
Öle und
Wachse
-
Jojobaöl
(INCI: Buxus Chinensis)
Jojobaöl wird aus den
Früchten (Samen) des Jojobastrauches gewonnen.
Es ist ein flüssiges Wachs
und wird als gutes, "dickes" Fett in vielen kosmetischen Produkten
verwendet. Im Kühlschrank gelagert wird es fest.
Es dringt gut in die Haut ein, hinterlässt keinen Fettfilm und klebt nicht.
Es riecht unaufdringlich angenehm und ist sehr gut verträglich.
Jedoch auch
hier gilt: Pflanzliche Stoffe beinhalten immer ein Allergiepotential !!
-
Sheabutter
(Schibutter, INCI: Butyrospermum parkii)
Sheabutter wird durch
Kaltpressung aus den Nüssen gewonnen. Die Hauptbestandteile der Nuss sind
Triglyceride und Wachse.
Sheabutter ist von talgähnlicher Konsistenz und
riecht nicht.
Es ist sehr empfehlenswert bei reifer und sonnengeschädigter Haut und bietet
auch leichten Lichtschutz.
Sheabutter wirkt glättend und fettend. Es muss jedoch durch Antioxidantien
stabilisiert werden.
-
Neutralfette
(INCI: Triglyceride)
Der
Mensch kann die meisten ungesättigten Fettsäuren nicht selbst aufbauen. Sie
müssen mit der Nahrung aufgenommen werden.
Man nennt diese mehrfach
ungesättigten Fettsäuren essentielle Fettsäuren.
In Bezug auf die Ernährung
und den Stoffwechsel der Haut ist ein Fett wertvoll, wenn es einen hohen
Anteil an ungesättigten und an mehrfach ungesättigten Fettsäuren enthält.
In der Kosmetik werden fast
ausschließlich pflanzliche Fette verwendet. Kalt gepresste Pflanzenöle
werden gut von der Haut aufgenommen.
Sie besitzen eine gute pflegende und
rückfettende Wirkung und liefern der Haut wertvolle Vitamine.
In letzter Zeit taucht
wieder die alte Bezeichnung Vitamin F (für Triglyceride) auf.
Die
essentiellen Fettsäuren spielen eine wichtige Rolle beim Aufbau der
Zellmembranen, speziell beim Aufbau der Barriereschicht.
Die Hornschicht
wird dadurch in ihrer Funktion unterstützt.
Ein wichtiges Beispiel
für eine essentielle Fettsäure ist die γ-Linolensäure, die z.B. in
Nachtkerzenöl enthalten ist.
Bei Mangelerscheinungen wird die Haut
trockenen, welk, rissig,
schuppig und empfindliche.
Nägel werden brüchig und Kopfhaut schuppt. Ebenso
wurde eine schlecht Wundheilung beobachtet.
Triglyceride sind in
pflanzlichen Ölen enthalten. Besonders wertvoll für die Hautfunktionen sind:
Nachtkerzenöl, Borretschöl, Distelöl, Leinöl, Traubenkernöl, Avocadoöl und
Olivenöl.
Besonders tief können diese Öle ihre Wirkung entfalten, wenn Sie
in Nanopartikel verpackt sind (Dermaviduals-Produkte)
Native Öle sind deshalb
besonders nützlich, da sie viele fettlöslichen Wirkstoffe, wie Vitamine und
Drogenextrakte* enthalten. (*Drogen sind alle pflanzlichen Wirkstoffe)
Feuchtigkeit (Wasser)
Wasser ist für alle Körperfunktionen lebensnotwendig.
Da auch in
der Epidermis (oberste Hautschicht) Stoffwechselvorgänge stattfinden braucht die
Haut, um gesund zu sein, einen bestimmten Anteil Wasser.
Ist dieser Wasseranteil nicht hoch genug, wird die Haut trocken, spröde und
rissig.
TEWL
(Transepidermal
Waterlost) - Transepidermaler
Wasserverlust
Wasser wird von innen (letztendlich aus dem Blut) durch die Haut geleitet.
Ist die Hautbarriere nicht voll funktionsfähig, kann das Wasser nach außen
ungehindert abdampfen.
Wirkstoffe in Kosmetika können darauf einen Einfluss
haben.
Grundsätzlich
müssen zwei Arten von Feuchtigkeitsbindung unterschieden werden:
1. Feuchtigkeitsbindung in der Haut (Funktionserhaltung)
2. Feuchtigkeitsbindung auf der Haut (Effekt und Gefühl)
1.
Funktionserhaltung durch NMF
-
NMF
sind natürliche Feuchthaltefaktoren (Natural Moisturising Factor).
Die
natürlichen Feuchthaltefaktoren der Haut können in der Haut Wasser
binden (Interzellularwasser).
Sind sie in der Haut nicht genügend vorhanden, können sie zugeführt werden.
Dazu
zählen freie Carbonsäuren, Aminosäuren, Pyrrolidoncarbonsäure, Harnstoff
(Urea),
Kationen (Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Chlorid), Anionen (Chlorid,
Phosphat),
Salze organischer Säuren (Lactat, Citrat, Formiat), Harnsäure, Glucosamine,
in geringen Mengen Glyzerin.
-
Urea ist Harnstoff - das hört
sich in einem Gesichtspflegeprodukt natürlich unappetitlich an.
Harnstoff ist jedoch für die Haut sehr wichtig. Ist die Konzentration zu
gering, juckt die Haut, ist gerötet und spröde.
!!! Nicht zu verwechseln mit dem Konservierungsstoff
"Imidazolidinyl-Urea".
Hierauf sind allergische Reaktionen möglich. Dieser
Konservierungsstoff ist nicht zu empfehlen !!
Fehlen
der Haut ihre natürlichen Feuchthaltefaktoren, kann die Haut aktiviert
werden (Massagen, Ultraschall, Microdermabrasion) oder
Feuchtigkeit von außen
in Form von Pflegepräparaten (Ampullen, Tonics, Masken, Pflegecremes) zugeführt werden.
Ideal
ist eine Kombination aus Behandlung und Pflegeprodukten.
2.
Effekt, Gefühl und Wirkung
-
Collagen
ist ein Bestandteil der Lederhaut. Es bindet in der
Haut Wasser.
Auf die Haut aufgetragen bildet es auf der Haut einen
wasserbindenden Film, dadurch wird das Austreten von Interzellularwasser
vermindert.
Collagen wird bei Operationen zum Wundverschluss genutzt. Dabei
wird die physiologische Verwandtschaft von bovinem Collagen zu menschlichem
Collagen genutzt.
Collagen verbindet sich, wie auch Hyaluronsäure, mit den oberen Hornzellen.
Dadurch wird der TEWL (sh. oben) reduziert, die Feuchtigkeit kann länger in
der Haut bleiben.
Fischcollagen (marines Collagen) ist mit der Haut am wenigsten verwandt und
bringt somit relativ geringe Wirkung.
-
Hyaluronsäure ist natürlicher Bestanteil des Bindegewebes
(hier: Lederhaut).
1 g Hyaluronsäure kann bis zu 6 Liter Wasser binden. Hyaluronsäure bildet auf der
Haut einen unsichtbaren,
luftdurchlässigen Film, der sie vor dem Austrocknen schützt.
Hyaluronsäure
ist aus der modernen Kosmetik nicht mehr wegzudenken, da es wesentlich mehr
Wasser binden kann als Collagen.
Es löst gewissermaßen Collagen als
Feuchtigkeitsbinder ab.
Neuerdings wird "niedermolekulare" Hyaluronsäure teuer verkauft. Angeblich
soll diese in die Haut eindringen um dort Wasser zu speichern.
Ein
Eindringen in tiefere Hautregionen ist jedoch aufgrund der Struktur der Haut
und der Größe der Hyaluronsäure-Moleküle nur bedingt möglich.
Die physiologischere Alternative stellt nach meinen Erfahrungen die Nutzung
von Liposomen, CM-Glucan und physiologisch-fetthaltigen Nanopartikeln dar.
-
Wasserbindende
Extrakte, die in Gesichtswässern, Tagescremes und Masken verwendet werden sind
z.B.: Gurken, Aloe- , Spargel-, Algenextrakt.
Die
Schleim- und Wirkstoffe der Pflanzenextrakte bilden einen schützenden
Wasser-Film auf der Haut.
-
Glykole und Glyzerin bilden
z. T. einen wesentlichen Teil einer preiswerten Pflegegrundlage.
Sie werden von jeder
feuchtigkeitsarmen Haut geschätzt. Sie können viel Wasser binden und sind so
die ideale Kombination mit Hyaluronsäure.
Sie bilden den
Frische-Gefühl-Hauptbestandteil.
Glykole und Glyzerin verbinden sich jedoch nicht mit der Haut. Hier
überwiegt der Effekt.
Dieser Effekt ist
jedoch schnell verloschen.
|